Das Projekt

Zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg präsentieren das Landesarchiv Baden-Württemberg und die Archives Départementales du Haut-Rhin ab März 2014 eine gemeinsame deutsch-französische Wanderausstellung. Zum ersten Mal wird in einer grenzüberschreitenden zweisprachigen Ausstellung eine Gesamtschau auf die Region am Oberrhein geworfen, die in den Jahren 1914 bis 1918 Kampfgebiet und Heimatfront zugleich war. Im Mittelpunkt der Präsentation steht nicht eine traditionelle Militärgeschichte, sondern das Leiden der gesamten Bevölkerung, der Soldaten und Zivilisten, der Gefangenen, Verletzten und Sterbenden, der Frauen und Kinder. Alle waren dem Krieg als Täter und/oder Opfer ausgeliefert. 32 Biographien machen exemplarisch deutlich, wie der Kampf alle Lebensbereiche in Baden und im Elsass erfasste und vergiftete. Hinter der Maske des Krieges treten die Gesichter und Schicksale der Menschen hervor, die zum Frieden mahnen. Die Ausstellung wird parallel in Karlsruhe und Colmar eröffnet. Es folgen weitere Stationen an zahlreichen Orten in Deutschland und Frankreich. Die reich bebilderte Wanderausstellung wird vor Ort jeweils durch weitere Exponate ergänzt.